Philosophische und theologische Praxis

Wenn ich in meiner Jugend Ärger hatte und nicht wusste, wie es weiter gehen soll, dann meinte mein Vater: "Abwarten und Tee trinken". Andere "Lebensweisheiten" folgten. Sie brachten nur kurz Erleichterung. Nach dem "Abwarten" und dem entspannenden "Tee trinken", verlangte das Leben mehr.

Heute bin ich 59 Jahre alt geworden. Seit 1985 mit derselben Frau richtig fest verheiratet. Ich bin Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Hundeliebhaber, Pfeifenraucher (und alles was sonst noch genüsslich qualmt), Nicht-Vegetarier, Genussmensch, irgendwie ein Mann, studierter Philosoph und Theologe, passionierter Seemann, Unternehmer aus Überzeugung, Firmengründer und bekennender (nicht ganz ausgereifter) Christ.


Jetzt erfülle ich mir einen Traum: Ich eröffne heute die erste philosophische & theologische Praxis der Schweiz.

Als Lehrbeauftragter für Philosophie, Psychologie , Pädagogik und Religion, unterrichtete ich tausende junger Menschen zwischen 17 und 25 Jahren. Das hat richtig Spass gemacht. Jetzt warten neue Aufgaben auf mich.

Nicht so schnell! Auf die Frage, warum ich das tue, antworte ich gleich. Doch zuerst noch ein Gedanke zur Jugend. Ich bemühe wiederum eine "Weisheit" meines Vaters: "So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus". Ich habe ein Leben lang Freude gehabt an jungen Menschen, die suchen, experimentieren, über die Stränge schlagen, frech antworten, sich verweigern, aus Protest das Gegenteil tun und, begierig neugierig, sich dem Negativen so wie dem Positiven hingeben. Das spürten sie wohl. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum ich soviel Respekt und auch Liebe (oft spät) zurück bekam.


Ich bin überzeugt: Wir reagieren zuerst auf andere - dann behandeln wir andere gut oder schlecht. Am wenigsten sind wir gewohnt, auf uns selbst zu reagieren. Darum liegen wir oft falsch und betäuben uns.

Das Leben "braucht" Zeit und Liebe #love und nicht "schenkt" Zeit und Liebe. Das Leben schenkt uns gar nichts. Wir sind dauernd am Reagieren, am Regieren, am Handeln, am Lieben und Leiden. Ich brauche jetzt Zeit, um zu lesen, um nachzudenken, um zu fühlen, um sich zu unterhalten und um zu lieben, weinen, suchen und finden.


Es geht um die Praxis, nicht um Theorie!

Ich liebe meine philosophischen und theologischen Werke in meiner Bibliothek oder auf meiner Cloud. Je akademischer, desto besser! Ich verbringe fast jede freie Minute mit Lesen. Meine Krankheit brauchte Zeit, über 5 Jahre, schenkte mir aber auch Zeit zum Nachdenken, Prioritäten setzen und Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Krankheit oder Gesundheit ist ein Teil von mir. Unlösbar. Zeit muss man sich nehmen. Wenn sie geschenkt wird, wird es gefährlich.


Jetzt möchte ich gemeinsam mit anderen Menschen lesen. Auch gemeinsam nachdenken und gleichzeitig Kaffee trinken (ich mag Tee nicht) schenkt Sinn und macht Spass.



Mit jungen, wilden und erfahrenen, älteren Menschen zu philosophieren, auf Augenhöhe, und über "Gott und die Welt" zu sinnieren, das ist das Gebot der Stunde!

Halt! Dass kein falscher Eindruck entsteht: Wir lesen Originaltexte grosser Philosophen und Theologen. Wir geben uns nicht dem Palaver hin, oder dem Smalltalk, wie die Modernen sagen. Wir hören Vorträge, besuchen Museen und Theater und machen uns gemeinsam auf die "Bildungsreise".


Das ist Arbeit, weil wir in die Tiefe gehen, die Grenzen des Denkbaren ausloten, Emotionen teilen und ehrliche Gespräche führen. Das tut auch manchmal heilsam weh. Schmerzen weisen auf Verletzungen hin. Erkannt, lassen sie sich behandeln.


In meiner philosophischen und theologischen Praxis versuchen wir zu ergründen, was es heisst, ein freies, intellektuell redliches, selbstbestimmtes, tiefsinniges, trotzdem vertrauendes (eventuell gläubiges) und gutes Leben zu führen.

Wir haben einiges vor. Ich freue mich auf Sie!


Thal, 08..01.2020 ❘ Ihr Christoph Winterhalter


PS - Die Antwort auf die Frage, warum ich das tue (mir antue), habe ich noch nicht beantwortet. Also: Ich weiss es nicht. Es ist das Gefühl, dass es sinnvoll ist, mein Wissen und meine Erfahrung zu teilen. Mit der Hoffnung, dass es so heraus schallt, wie man in den Wald hinein ruft!


#PraxisSchweiz #Hochseeschein #Philosophie #christophwinterhalter

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